Katathymes Bilderleben

Das Katathyme Bilderleben (kurz: KB oder auch Symboldrama genannt) beruht auf der Tiefenpsychologie der jüngeren Entwicklung und wird als „klinisches Verfahren der Psychotherapie“ dargestellt.
Es weicht aber von allen herkömmlichen gesprächstherapeutisch orientierten Psychotherapieverfahren einschl. der Psychoanalyse dadurch ab, dass der Patient geführt wird. Die Führung besteht in der Vorgabe von Symbolen der drei unterschiedlichsten Stufen.
Im „KB“ sprechen wir von der Grund-, Mitte- und Oberstufe.

Zunächst wird der bereits entspannt liegende Patient (evtl. durch autogenes Training) aufgefordert, sich ein bestimmtes, vom Therapeuten vorgegebenes Symbol (z.B. Wiese, Bachlauf, Berg usw.) zunächst aus der Grundstufe vorzustellen. Mit geschlossenen Augen beschreibt nun der Patient, was er wahrnimmt und wie seine Empfindungen zu den phantasievollen Imaginationen (Einbildungen/Vorstellungen) sind. Der Patient erlebt die  katathymen Bilder wie im Traum, indem sich der Betreffende frei bewegen und handeln kann, als sei es eine neue Realität. Die Bilder sind deutlich, farbig, dreidimensional und entfalten ihr Eigenleben schrittweise. Zwischen Therapeut und Patient entwickelt sich ein Wechselspiel von Interaktionen, Dialogen in deren Mittelpunkt das Tagtraumerleben steht.
Durch diese Tagtraumtechnik können innerseelische Zustände, unbewusste Bestrebungen, Bedürfnisse, Ängste oder Abwehrmechanismen erkannt werden.
Erst wenn der Patient erkennt, kann er anders damit umgehen  und sein Verhalten positiv ändern und zu sich selbst stehen.

Nicht jeder Patient ist visuell und kann derartigen Bildern gut folgen. Daher  wird der Therapeut im Vorfeld erst einmal in der Anamnese klären, ob diese Therapieform überhaupt für den Patienten geeignet ist.